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Baden-Württemberg:
Erfolgreicher Integrationsprozess durch ehrenamtliches
Engagement der Landsmannschaft

Bei einem Gespräch im baden-württembergischen Innenministerium am 9. Februar, an dem vonseiten der Landsmannschaft der Bundesvorsitzende Adolf Fetsch und die Vorsitzende der Landesgruppe Baden-Württemberg, Leontine Wacker, teilnahmen, bescheinigte Innenminister Heribert Rech den Deutschen aus Russland eine weit überdurchschnittliche Integrationsbereitschaft auch in seinem Bundesland.

Als sehr erfreulich bezeichnete Rech in diesem Zusammenhang die Ergebnisse der Studie „Ungenutzte Potentiale. Zur Lage der Integration in Deutschland“ des Berliner Instituts für Bevölkerung und Entwicklung vom Januar dieses Jahres.

„Die guten Integrationswerte für Spätaussiedler sind eine Anerkennung für die hohe Integrationsbereitschaft der Deutschen aus Russland und der langjährigen Integrationsanstrengungen des Bundes der Vertriebenen, der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland und des Landes“, sagte der Innenminister, der mit den Vertretern der Landsmannschaft darin übereinstimmte, dass die Deutschen aus Russland ein Gewinn für die Gesellschaft sind.

Die Integration der Spätaussiedler, so Rech, sei beispielgebend dafür, wie Integ­ration von Neubürgerinnen und -bürgern erfolgreich verlaufen könne. Integrationsarbeit brauche einen langen Atem. Deshalb gelte es, mit den Bemühungen um eine bessere Anerkennung von Berufsabschlüssen von Spätaussiedlern und der Nutzung des beruflichen Potentials nicht nachzulassen.

Auch negative Beispiele Jugendlicher mit Integrationsproblemen forderten weiterhin eine nachhaltige Integrations- und gezielte Präventionsarbeit. Rech appellierte an die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, ihr vielfältiges Engagement zur Integration ihrer Landsleute gezielt auf jugendliche Spätaussiedler und deren Probleme auszurichten und ihre Integration in die Gesellschaft zu begleiten.

Adolf Fetsch betonte in dem Gespräch die Bedeutung Baden-Württembergs als Patenland der Landsmannschaft. Rund 800.000 Landsleute hätten dort inzwischen eine neue Heimat gefunden und könnten sich seit eh und je auf die Solidarität der baden-württembergischen Landesregierung verlassen.

Gemeinsam mit Leontine Wacker versäumte es der Bundesvorsitzende jedoch nicht, auch bei diesem Gespräch im freundschaftlichen Rahmen auf negative Entwicklungen hinzuweisen, die sich insbesondere nach Inkrafttreten des Zuwanderungsgesetzes am 1. Januar 2005 bundesweit immer stärker bemerkbar machten.

Nicht zuletzt betreffe das den dramatischen Rückgang der Ausreisezahlen von Spätaussiedlern und damit zusammenhängende Fälle von Familientrennung sowie nicht hinnehmbare Kürzungen im Fremdrentenbereich.

VadW

 

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