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Russlanddeutscher Kulturpreis für Irene Langemann
Förderpreis für Anna Hoffmann, Ehrengabe für das Tanzensemble “Birkenhain”

Bereits seit zwölf Jahren wird der Russlanddeutsche Kulturpreis des Landes Baden-Württemberg verliehen, mit dem in diesem Jahr am 16. Oktober im Weißen Saal des Neuen Schlosses in Stuttgart Irene Langemann ausgezeichnet wurde. Der Preis wird alle zwei Jahre in den Kategorien Bildende Kunst, Literatur, Musik und Darstellende Künste verliehen.

Nach den einleitenden Worten des Jury-Vorsitzenden Dr. Alfred Eisfeld, selbst Preisträger des Jahres 2002, würdigte der Innenminister und Landesbeauftragte für Vertriebene, Flüchtlinge und Aussiedler des Patenlandes der Landsmannschaft, Heribert Rech, die Bedeutung des Preises als Ehrung für “russlanddeutsche Persönlichkeiten, die mit ihrem herausragenden künstlerischen Wirken die Kultur der Deutschen aus Russland bereichert haben”. Diese Persönlichkeiten hätten sich um die Volksgruppe der Deutschen aus Russland insgesamt verdient gemacht.

Mit dem Preis setze Baden-Württemberg, so Rech weiter, ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit mit der Volksgruppe der Russlanddeutschen. Diese Verbundenheit reiche bis ins 18. Jahrhundert zurück, als besonders viele Deutsche aus baden-württembergischen Landen Richtung Russland aufbrachen, und daure bis in die Gegenwart an.

Der Minister beendete seine Ansprache mit einem Dank an die Landsmannschaft, die engagiert einen Schwerpunkt ihrer Aktivitäten darauf lege, Spätaussiedler bei der Integration zu unterstützen.

In diesem Jahre war der Preis für den Bereich “Darstellende Künste (Theater, Film, Medien)” ausgeschrieben. Der mit 5.000 Euro dotierte Hauptpreis ging an die 1959 in Issilkul, Gebiet Omsk, geborene und in Köln lebende Drehbuchautorin und Regisseurin Irene Langemann.

In ihrer kurzen Dankesrede betonte die Preisträgerin ihr Anliegen, über die Herkunft der Deutschen aus Russland als Stigmatisierung und die leidvolle Geschichte der Volksgruppe zu berichten. Die Fortsetzung ihrer bereits im Herkunftsland erfolgreichen künstlerischen Karriere hat sie im Übrigen neben ihrem Können nicht zuletzt ihrem Mut und ihrem Selbstbewusstsein zu verdanken, denn nach der Aussiedlung hatte man ihr zunächst das Angebot einer Umschulung zur Bürokauffrau unterbreitet...

Der Förderpreis (2.500 Euro) ging an die 1980 in Kasachstan geborene und in Ludwigsburg lebende Regisseurin Anna Hoffmann, die Ehrengabe in gleicher Höhe an das Tanzensemble “Birkenhain” aus Oberfranken mit seiner Leitern Nadja Fuchs. (Über beide Preisträger berichten wir in unseren nächsten Ausgaben.)

 

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