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„Brückenpfeiler“ – I. Internationale Partnerschaftskonferenz der russlanddeutschen Dachverbände

Zum ersten Mal veranstaltete die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. eine Internationale Partnerschaftskonferenz der russlanddeutschen Dachverbände. Dazu versammelte sie im Wiesbadener Haus der Heimat am 27. Mai Vertreter der Landes- und Ortsgruppen der Landsmannschaft, Vertreter der russlanddeutschen Dachverbände aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion (Internationaler Verband der Deutschen Kultur; Jugendring der Russlanddeutschen; Assoziation der Deutschen in Kasachstan; Assoziation der Deutschen in der Ukraine), aus den USA (American Historical Society of Germans from Russia, Germans from Russia Heritage Collection, Germans from Russia Heritage Society) sowie Vertreter von deutschen Kulturzentren und Russisch-Deutschen Häusern aus mehreren Regionen und Städten Russlands.


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In seinem Begrüßungswort ging der Bundesvorsitzende der Landsmannschaft Adolf Fetsch auf den aktuellen Stand der grenzübergreifenden Zusammenarbeit der Landsmannschaft ein. Nach wie vor sehe sich die Landsmannschaft den Deutschen in den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion verbunden.

Mit Ansprachen traten Heinrich Martens (Vorsitzender des Internationalen Verbandes der Deutschen Kultur, Moskau)
(mehr dazu...)
und Dr. Jerry Siebert (Präsident der „American Historical Society of Germans from Russia “, USA ) auf.

Zur „Hilfenpolitik der Bundesregierung als Brückenbildung zwischen Zivilgesellschaften“ sprach Dr. Christoph Bergner , Parlamentarischer Staatssekretär, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten. Er begrüßte die zukünftige Kooperationsarbeit, die Hilfenpolitik der Bundesregierung unterstütze.

 

In einer feierlichen Atmosphäre wurde ein Partnerschaftsabkommen zwischen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. (Adolf Fetsch), dem Internationalen Verband der Deutschen Kultur (Heinrich Martens) und dem Jugendring der Russland­deutschen (Andrej Rotermel) unterzeichnet. (Text Partnerschaftsabkommen)

Die Unterstützung der deutschen Minderheiten in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion kann zukünftig immer mehr in Form von Volksdiplomatie über direkte Kontakte und partnerschaftliche grenzüberschreitende Projekte zwischen russlanddeutschen Verbänden gestaltet werden. So hatte auch die V eranstaltung unter anderem zum Ziel, die russlanddeutschen Vereine und Verbände in die internationale Zusammenarbeit einzubinden sowie durch grenzüberschreitende Projekte und Maßnahmen die Gemeinschaft der Russlanddeutschen zu stärken. Der Slogan „Russlanddeutsche sind Brückenmenschen“ soll in allgemeiner Anstrengung mit Leben gefüllt und durch konkrete Schritte und Maßnahmen umgesetzt werden.

Frank Willenberg , Ministerialdirigent im Bundesministerium des Innern, klärte die Versammelten ausführlich über die Voraussetzungen und Möglichkeiten der Projektumsetzung auf. Er nahm sich auch Zeit, die Fragen der Versammelten zu beantworten.

In den Arbeitsgruppen konnten die Teilnehmer der Konferenz einander besser kennen lernen und sich gegenseitig über die Arbeit der russlanddeutschen Vereinigungen zu informieren. Im Laufe des Tages wurden einige regionale Partnerschaften festgelegt. Über konkrete Pläne für gemeinsame Aktivitäten haben die Vertreter von Niedersachsen - Tjumen, Halle/Saale - Ufa, Stuttgart - Samara, Augsburg – Solikamsk , Baden-Württemberg – Region Tscheljabinsk gesprochen.

Nach den Startmaßnahmen und Impulsveranstaltungen soll der Schwerpunkt der Zusammenarbeit in die unteren Gliederungen und regionale Begegnungszentren verlegt werden. Vordergründig geht es dabei um Aufbau von direkten Kontakten und Partnerschaften zwischen den Begegnungszentren der Russlanddeutschen und den Gliederungen der Landsmannschaft, zwischen Jugendclubs der Deutschen in Russland und Jugendgruppen der Spätaussiedler in Deutschland; gemeinsame Jugend- und Kulturarbeit, Fortbildungen für Fachkräfte und Bildungsseminare, gemeinsame Informationsarbeit und Publikationen, Veranstaltung von Konferenzen, Symposien, Forschungsreisen u. a.

 

 

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