deutscheausrussland.de Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V
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Presseerklärung


Rechtsaußen? Nein danke!

Liebe Landsleute,

in den letzten Monaten tauchen immer wieder Meldungen, Stellungnahmen und Ankündigungen dubioser Organisationen zu Spätaussiedlerfragen auf, die am äußersten rechten Rand des politischen Spektrums angesiedelt sind und mit Demokratie, wie sie von der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland verstanden wird, nichts zu tun haben.

Diese Miniorganisationen nehmen sich das Recht heraus, für die Deutschen aus Russland zu sprechen, ohne dafür auch nur die geringste Legitimation zu besitzen. Dabei schrecken sie nicht davor zurück, Inhalte der Landsmannschaft in verfälschter Form für ihre Zwecke zu missbrauchen.

Die Landsmannschaft verwahrt sich mit Nachdruck gegen diese skrupellosen Versuche, ihren guten Ruf und den der Deutschen aus Russland zu beschädigen und damit der gesamten Volksgruppe zu schaden! Die Verantwortlichen der Organisationen haben wir aufgefordert, sämtliche Verweise auf die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland aus ihren Stellungnahmen zu entfernen. Wir zitieren aus unserem Schreiben:

„Mit ihren Mitteln und ihren Inhalten hat die Landsmannschaft in den beinahe 60 Jahren ihres Bestehens weitaus mehr für die Deutschen in und aus der ehemaligen Sowjetunion erreicht, als irgend jemand zum Zeitpunkt ihrer Gründung für möglich gehalten hätte:

- In zäher Kleinarbeit und häufig auch durch den Gang vor Gericht konnte die Landsmannschaft in den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Gleichstellung der Deutschen aus der Sowjetunion mit den anderen Heimkehrern und Vertriebenen erreichen.

- Es ist vor allem der Landsmannschaft zu verdanken, dass die Existenz einer diskriminierten deutschen Volksgruppe in der Sowjetunion in den Jahrzehnten nach dem II. Weltkrieg im öffentlichen Bewusstsein blieb und dadurch nicht in Vergessenheit geriet.

- Die Landsmannschaft darf es als Erfolg ihrer Politik, die immer auf die Zusammenarbeit mit allen demokratischen Kräften des Landes gesetzt hat, verbuchen, dass inzwischen rund 2,8 Millionen Deutsche aus der Sowjetunion eine Heimat in der Bundesrepublik gefunden haben.

- Und schließlich dürfen wir stolz darauf sein, dass die Integration der Deutschen aus Russland laut offiziellen Untersuchungen als Erfolgsgeschichte zu betrachten ist – auch und nicht zuletzt dank des jahrzehntelangen Wirkens ihrer ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter.

Bei dieser Politik soll und wird es bleiben, und es wird bei uns immer Platz sein für alle, die sich auf demokratischer Basis für die Rechte einer Volksgruppe einsetzen wollen, die im Laufe ihrer Geschichte tragische Erfahrungen mit einem Unrechtsstaat machen mussten, in dem die einfachsten Grundregeln demokratischen Verhaltens keine Gültigkeit hatten.“

Adolf Fetsch, Bundesvorsitzender
Leontine Wacker, stellvertretende Bundesvorsitzende
Waldemar Axt, stellvertretender Bundesvorsitzender
Lilli Bischoff, Mitglied des Bundesvorstandes

 

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