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Presseerklärung

Kein Einsatz von russischen Polizisten gegen Spätaussiedler!
Pressemitteilung der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland vom 11. Juni 2007

Die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland hält es für einen ungeheuerlichen Vorgang, dass laut Meldungen des „Göttinger Tageblatts“ und der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ vom 31. Mai 2007 die Stadt Hannover die Zusammenarbeit mit russischen Polizisten aus Iwanowo suche, um „mehr über den Umgang mit russischen Spätaussiedlern zu erfahren“. Mit Polizisten also aus einem Land, das weit vom Niveau westlicher Demokratie entfernt ist und in dem Kritiker zunehmend unterdrückt werden!

Begleitet werden diese Pläne von diskrimierenden und rassistischen Äußerungen des hannoverschen Polizeipräsidenten Hans-Dieter Klosa über russlanddeutsche Spätaussiedler. So beleidigt er diese als „Klientel“, die durch „Gewaltbereitschaft auffalle“, bei der „Freundlichkeit im Umgang leider oft nicht zum Ziel führe“.

Besonders verwerflich sind diese Aussagen auch deshalb, weil sie in eklatanter Weise der objektiven Faktenlage widersprechen, in bestimmten Kreisen der Bevölkerung vorhandene Vorurteile schüren und damit der Aussiedlerfeindlichkeit Vorschub leisten.

Es sei in diesem Zusammenhang nämlich daran erinnert, dass laut offiziellen Untersuchungen in Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und verschiedenen norddeutschen Städten von einer überdurchschnittlichen Kriminalitätsneigung russlanddeutscher Spätaussiedler keine Rede sein kann. So ergab eine Studie des Nordrhein-Westfälischen Ministeriums für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familien vor zwei Jahren, dass der Anteil tatverdächtiger Spätaussiedler mit 2,4 Prozent deutlich unter ihrem Bevölkerungsanteil liegt.

Die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland wird die Angelegenheit bei einem Treffen mit dem Niedersächsischen Innenminister Uwe Schünemann zur Sprache bringen und behält sich rechtliche Schritte gegen Polizeipräsident Klosa wegen Volksverhetzung vor.

 

 

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