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Presseerklärung
Hilfe für Unternehmer, Selbständige und Freiberufler (April 2007)
Auf unseren ersten Aufruf in “Volk auf dem Weg” 2/2007 (Seite 5), in dem wir zur Teilnahme an einer Vereinigung aufriefen, welche die Interessen der russlanddeutschen Unternehmer, Selbständigen und Freiberufler unterstützt, haben wir zahlreiche zustimmende Anrufe bekommen. Mehrere Landsleute erklärten sich bereit, mit uns in der angedeuteten Richtung zusammenzuarbeiten.
Vor dem Hintergrund einer Analyse der Bedingungen für unsere Unternehmer, Selbständigen und Freiberufler unternehmen wir zur Zeit die ersten Schritte zur Problemlösung.
Laut Schätzungen von Experten sind in Unternehmen, die von Deutschen aus Russland gegründet wurden, etwa 85.000 Arbeitsplätze entstanden. Dort, wo es formal möglich war und ist, werden in nicht unerheblicher Anzahl Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt. Dadurch ist ein Wirtschaftsfaktor entstanden, der nicht mehr wegzudenken ist. Dennoch fühlt sich diese Personengruppe zur Zeit noch nicht effektiv vertreten - sie werden weder angemessen wahrgenommen noch mit ihren Zielen und Leistungen korrekt dargestellt.
Fehlende Fachkräfte
Diese Vernachlässigung unserer Unternehmer und Freiberufler ist besonders erstaunlich, da überall vonseiten der Wirtschaft ein zunehmender Fachkräftemangel beklagt wird und die Industrie- und Handelskammer (IHK) eine neue Zuzugs- und Bleiberegelung für ausländische Spezialisten fordert.
So zitiert etwa die “Süddeutsche Zeitung” in ihrer Ausgabe vom 23. April 2007 den Chef-Volkswirt der IHK München und Oberbayern, Robert Obermeier, mit der Aussage: “Allein im Dienstleistungsgewerbe klagt jedes zweite Unternehmen über einen Mangel an Fachkräften; das sind doppelt so viele wie im Vorjahr.” In der Konsequenz könnten die Aufträge nicht erfüllt werden.
Mit einem Fachkräftemangel sieht sich laut “Süddeutscher Zeitung” beispielsweise auch das Handwerk konfrontiert. So spricht Holger Seit, Geschäftsführer beim Landesverband Bayerischer Bauinnungen, von einem “partiellen Problem, ausreichend fähigen Nachwuchs zu finden”.
Wie gesagt: Wir können es nicht verstehen, dass auf der einen Seite über Mangel an qualifizierten Kräften geklagt wird, auf der anderen Seite aber unsere Fachkräfte im Regen stehen gelassen werden!
Politische Unterstützung
Schützenhilfe bei unseren Anliegen haben wir gerade erst vom Vorsitzenden der Gruppe der Vertriebenen, Flüchtlinge und Aussiedler der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jochen-Konrad Fromme, erhalten, der angesichts der Ergebnisse der Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit zur Arbeitslosigkeit von Spätaussiedlern (siehe Seite 2) in einer Presseerklärung die geplanten Maßnahmen seiner Fraktion zur Verbesserung der beruflichen Integration hoch qualifizierter Spätaussiedler vorstellt:
“Die Vorschläge der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zum Nationalen Integrationsplan liefern hier eine klare Vorwärtsstrategie für die deutschen Spätaussiedler, denn
- sie setzen auf Intensivierung der Beratungsarbeit, Sprachförderung und das bewährte Akademikerprogramm der Otto-Benecke-Stiftung;
- sie fordern, Anerkennungsverfahren für Bildungs- und Berufsabschlüsse transparenter zu machen;
- sie fordern den Ausbau der Möglichkeiten, fehlende Qualifikationsbestandteile nachzuholen.
Nachqualifikation ermöglicht, gut ausgebildete Menschen für den Arbeitsmarkt zu aktivieren, und ist erheblich effizienter als teure Programme der Umschulung.”
Unser Aufruf
In diese Richtung wollen wir mit verantwortungsbewussten Vertretern der Politik zusammenarbeiten und unseren Beitrag dazu leisten, den Deutschen aus Russland den Platz in der Gesellschaft zu sichern, den sie aufgrund ihrer Lebensgeschichte und ihrer beruflichen Qualifikation verdient haben.
Um die Grundlinien unserer Vereinigung weiter auszuarbeiten, rufen wir alle unsere Unternehmer, Selbständigen und Freiberufler dazu auf, mit uns unter den unten genannten Telefonnummern Kontakt aufzunehmen.
Wir sind bestrebt, der genannten Zielgruppe Hilfe bei der Gründung und Finanzierung ihrer Unternehmen sowie bei der Werbung zu leisten. Tatkräftig helfen wir dort, wo im geschäftlichen Alltag Hilfe benötigt wird!
Adolf Fetsch, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft
Alexander Kühl
Waldemar Axt, stellvertretender Bundesvorsitzender
Albrecht Friedrich
Kontakt:
Tel.: 02137-933533 (Alexander Kühl)
Tel.: 089-8125566 (Waldemar Axt)
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