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JUGEND
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Der „Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland“
gründet den Landesverband in Nordrhein-Westfalen
Am 20. April 2008 fand in Neuss die Gründungsversammlung des JSDR-Landesverbandes NRW statt. Der „Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland“ ist die Jugendorganisation der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V. Nach der Gründung der Landesgruppe Baden-Württemberg im Dezember 2007 und des Bundesverbandes im März 2008 ist in Nordrhein-Westfalen der zweite Landesverband des JSDR entstanden. mehr
Bundesverband „Jugend-und Studentenring der Deutschen aus Russland“ in Heidelberg gegründet

Junge Russlanddeutsche aus acht Bundesländern versammelten sich zur Gründung des Bundesverbandes „Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland“ am 1. März 2008 in der Jugendherberge Heidelberg. mehr
Eingeladen wurden sie von den Jugendlichen aus Baden-Württemberg, die bereits im Dezember des Vorjahres ihren Landesverband gegründet haben und nun mit der Gründungsinitiative auf Bundesebene aufgetreten waren. Trotz Unwetter und Orkanwarnung haben 26 motivierte junge Teilnehmer einen weiten Weg nach Heidelberg geschafft und zwei Tage intensiv gearbeitet. Manche haben sich bereits in den Ortsgruppen der Landsmannschaft mit der Jugendarbeit beschäftigt, viele waren bereits in ihrem Herkunftsland im Jugendring der Russlanddeutschen aktiv. Nun hieß es, einen Jugendverband zu gründen, der sich als Jugendorganisation der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V. bundesweit etablieren soll.
Faszinierend und lehrreich - Jugendfreizeit im Harzgebirge
Im Rahmen der landsmannschaftlichen Projekte „Gemeinsam mit neuen Bürgern für Vertrauen und Solidarität in Halle“ (Projektleiterin Olga Ebert) und „OPEN PLAY AKTION INTEGRATION“ (Projektleiterin Ludmila Kopp) wurde in enger Kooperation mit dem Landessportbund Sachsen-Anhalt (Programm „Integration durch Sport“) eine Freizeitmaßnahme mit jugendlichen Zuwanderern in Schierke (Harz) organisiert.
Die Ferienfreizeit vom 30. Juli bis 3. August, an der sich etwa 30 Jugendliche aus Halle, Wittenberg und Hohenthurm beteiligten, sollte durch erlebnispädagogische und sportliche Angebote ihr Selbstbewusstsein stärken und sie an die Jugendarbeit der Verbände vor Ort heranführen. Ein anderer Schwerpunkt war „die erlebte Landeskunde“. Durch Wanderungen, Museumsbesuche und Ausflüge lernten die Jugendlichen die Geschichte und Kultur der Harzregion kennen – der erste Schritt, um die neue Heimat ins Herz zu schließen.
Mit der Freizeitmaßnahme wollten die Organisatoren besonders aktive sportinteressierte und belastungswillige Jugendliche, die Natur und Abenteuer lieben, ansprechen und sie für das Vereinsleben gewinnen. Und so sollten sich Bewegung und Spaß gegenseitig ergänzen. Deshalb beinhaltete das Aufenthaltsprogramm Sportangebote wie Inline-Schnupperkurs, Tischtennis, Volleyball oder Fußballturnier.
Unter dem Motto „Aus dem Alltag ins Unbekannte“ erlebten die Jugendlichen eine spannende Woche unter anderem mit einem Einstieg ins Felsklettern, Hangeln, Abseilen und Inlinerskate. Aber auch Aspekte wie Umweltschutz und Erkundung des Naturschutzgebiets Harz kamen nicht zu kurz. Im Bereich Landeskunde standen Wanderungen zu verschiedenen Zielen im Harzgebiet auf dem Plan. Besonders faszinierend war die Besteigung des Brockens – des höchsten Berges im Harzgebirge und in Norddeutschland. Starke Eindrücke hinterließ der Besuch des Brocken-Museums, da konnten die Jugendlichen viel aus der Geschichte und Kultur Deutschlands kennen lernen. Nicht nur große Namen der Dichter und Schriftsteller, die hier wirkten oder Bezug zu Harz hatten, sondern auch manche Kapitel aus der jüngsten deutschen Geschichte. Auch die Geschichte des Entstehung des Nationalparks Hochharz, der 1990 rund um den Brocken gegründet wurde und einmalig ist, konnte man im Museum verfolgen. Und nicht zu vergessen die zahlreichen Legenden, die mit dieser sagenumwobenen und geheimnisvollen Gegend verbunden sind.
Zwischendurch gab es Gesprächsrunden und Diskussionen zur Jugendproblematik sowie rund um das Studium, die Ausbildung oder Berufswahl. Am letzten Tag hatten die Jugendlichen eine Quiz-Probe mit Fragen aus allen Themen zu bestehen. Nikolaj Gottselig war der Gewinner. Die Jugendlichen blieben mit dem Verlauf der Ferienfreizeit sehr zufrieden. Viele erklärten sich bereit, bei der Organisation von weiteren Jugendmaßnahmen mitzuwirken.
Jugendfreizeittreff in Schluchsee-Seebrugg
Vom 26. bis zum 29. Juli 2007 fand in der Jugendherberge Schluchsee-Seebrugg ein Jugendfreizeittreff statt, an dem Jugendliche aus Offenburg, Karlsruhe und Erkelenz teilgenommen haben. Dieser Jugendfreizeittreff wurde von Projektleitern der Landsmannschaft Dr. Ludmila Kopp , Theodor Thyssen, Emilia Schmackow und Georg Stößel organisiert und geleitet. Auch Josef Hodapp, Regionalkoordinator Integration (Außenstelle Karlsruhe) des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, war für eine Weile dabei und zeigte sich sehr zufrieden mit der Organisation und Durchführung des Jugendfreizeittreffs.
Für Langeweile hatten die Jugendlichen keine Zeit – gleich nach der Anreise und Begrüßung vom Jugendherberge-Team stand eine Wanderung auf dem Programm: auf den „Hausberg“ Riesenbühl (1097 ü.M.) mit Besteigung des Aussichtsturms (Gesamthöhe 35 m). Das Schwitzen bei der Überwindung der Anziehungskraft unserer Erde wurde mit dem herrlichen Ausblick auf den Schluchsee und auf die umliegenden Berge belohnt.
Auf dem Rückweg konnten einige dem Duft der wilden Beeren nicht widerstehen, obwohl das Mittagessen sehr gut und kalorienreich war. Daraus ergab sich eine Diskussion, wo die leckersten wilden Beeren wachsen: in den Wäldern Sibiriens, auf den Berghängen Urals, in den breiten Steppen Kasachstans oder hier im Schwarzwald.
Nach der Erkundung der näheren Umgebung, bei der sich auch viele zum Baden im See entschlossen haben, obwohl die Wassertemperatur im 930 m über dem Meeresniveau liegenden See nicht besonders angenehm war, war abends eine Bekanntschaftsrunde im Hof der Jugendherberge angesagt. Dabei wurde gemeinsam viel gelacht und gesungen – und nebenbei neue Bekanntschaften angeknüpft.
Am nächsten Tag ging es zum Feldberg, dem höchsten Berg Schwarzwalds und des Landes Baden-Württemberg (1493 ü.M.), mit dem unvergleichlichen Panoramablick auf die Alpen und die Vogesen, der die schweißtreibende Besteigung sehr schnell vergessen ließ. Abends nahmen die Jugendlichen mit Begeisterung an einer Quizshow teil, die von Theodor Thyssen vorbereitet und unter seiner Regie meisterlich durchgeführt wurde.
Die Fahrt und Wanderung nach St. Blasien mit seinem berühmten Kuppeldom und ein Abstecher zum Windbergwasserfall standen auf dem Programm des dritten Tages. Es herrschte einige Verwunderung darüber, dass in so einem kleinen Ort Schwarzwalds die drittgrößte Kuppelkirche Europas mit solch wunderschönen Interieur gebaut wurde. Das gerade stattfindende Orgelkonzert im Kuppeldom wollte niemand verpassen.
Der Nachmittag wurde sportlichen Aktivitäten gewidmet: Tischtennis, Volleyball, Fußball und andere Sportarten standen zur Auswahl. Der Spannung nach übertraf jedoch der Wettkampf zwischen den Mannschaften aus Offenburg und Karlsruhe in Gorodki alles andere. Nur der Einbruch der Dunkelheit stoppte dieses Match – dabei lagen die Offenburger um eine Figur vorne, obwohl die Karlsruher einige erfahrene Spieler in ihren Reihen hatten, die in diesem Jahr an der Gorodki-Weltmeisterschaft in Karlsruhe teilgenommen haben.
Der anschließende Grillabend mit Diskussionen und Liedern am Lagerfeuer brachten die Welt wieder in Ordnung – die Freude am Sieg bei den einen und die Bitterkeit der Niederlage bei den anderen verflogen sehr schnell. Und niemand wollte daran glauben, dass am nächsten Tag der Abschied bevorstand…
Bereits kurze Zeit nach dem Jugendfreizeittreff in Schluchsee-Seebrugg besuchten die Jugendlichen aus Offenburg ihre neuen Freunde in Erkelenz und Karlsruhe. Auch die Gorodki-Schlacht fand ihre Fortsetzung. Es wird schon über den nächsten Jugendfreizeittreff gedacht – jetzt auch mit Teilnahme von Jugendlichen aus anderen Regionen. War das nicht auch das Ziel des ersten Jugendfreizeittreffs?
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