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EDMUND IMHERR
“Verschollne Heimat an der Wolga”

Edmund Imherr(†) leitet sein Werk zur
Geschichte der Wolgadeutschen, das kurz vor seinem Tod von
der Landsmannschaft herausgegeben wurde, mit diesen Sätzen
ein: “Zumindest bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges
gelang es den Rußlanddeutschen noch ganz gut, ihre Sprache
...ihr Brauchtum und in beschränktem Maße ihre Traditionen
zu bewahren. Durch die Autonome Republik der Deutschen an
der Wolga (ASSRdWD) und durch zahlreiche deutsche Rayons war
eine gewisse Basis für eine relativ eigenständige Sprach-
und Kulturpolitik geschaffen worden. Obwohl vor ihrer
Auflösung nur etwa ein Viertel aller Deutschen in der
Sowjetunion in der ASSRdWD gelebt haben, bleibt die ASSR für
viele Rußlanddeutsche bis heute identitätsbildend. Mit ihrer
Wiederherstellung wurde nicht nur die nationale
Gleichberechtigung mit anderen Sowjetvölkern angestrebt,
sondern auch die Wiederherstellung der historischen
Gerechtigkeit. Mit der erloschenen Wolgarepublik ging für
viele Russlanddeutsche ein großes Stück Hoffnung zugrunde.
Edmund Imherr, “Verschollene Heimat an der
Wolga”, 10,- Euro
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