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Nelly Däs
"Wölfe und Sonnenblumen"

Nelly Däs beschreibt in diesem Buch eigene Kindheitserlebnisse in Russland während der schlimmen Zeit der Verhaftungswellen und des darauf folgenden Krieges mit Deutschland Die kleine Nelly war gerade mal 5 Jahre alt, als der Vater vor einer Verhaftung gewarnt wurde. Die Familie entschloß sich über Nacht zur Flucht
Ins Ungewisse. Es war eine Irrfahrt von Jahren, bis die Mutter mit ihren Kindern ( der Vater wurde doch noch verhaftet und kam nicht wieder) in ihr altes Heimatdorf zurückkehren konnte. Damit nicht genug, Nach der Befreiung durch die deutschen Truppen konnten sie ein Zeit lang in Sicherheit leben, doch das Schicksal forderte die Familie noch einmal heraus und sie mussten wieder die Pferde einspannen und sich auf einen langen und schwierigen Weg machen, diesmal in Richtung Deutschland.
Im so genannten „Warthegau“ angekommen, wähnten sie sich in Sicherheit, jedoch nicht für lange. Nelly, jetzt schon ein Backfisch (Teenager sagt man heute) kam in ein Pflichtjahrlager, das im Nazideutschland jedes Mädchen durchlaufen mußte. Es dauerte nicht lange, dann begann ein endgültiger „Zug in die Freiheit“ wie der Titel des zweiten Teils des Buches lautete. Eine neue, abenteuerliche Flucht begann für das jetzt fünfzehnjährige Mädchen. Ganz alleine mußte sie sich zu ihrer Mutter durchschlagen, bis sie im Süden Deutschlands ihre Mutter und ihr späteres Glück in der langersehnten Freiheit fand.
Die Autorin versteht es, ohne Pathos diese unendlich schwere Zeit des Herumirrens mit der Mutter mit den Augen eines heranwachsenden Kindes zu beschreiben. Sie Berichte Reden Interviewst von Begegnungen mit netten, hilfsbereiten Menschen, aber auch von anderen, von übler Sorte, die sie, von der Propaganda verblendet, haßerfüllt beschimpften. Ein Buch ohne herausgehobene dramatische Höhepunkte, aber so bildhaft geschrieben, dass jeder Leser, ob jung oder alt, davon eingenommen wird.
Die beiden Bücher erschienen in 11 Auflagen und sind jetzt in einem Sammelband zusammengefasst.

 


 

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